Herbert George Wells: Der Krieg der Welten
(Roman)
      Kritik:
Herbert George Wells stand der Selbstzufriedenheit des Menschen über die erreichten und noch erzielbaren Fortschritte skeptisch gegenüber und veranschaulichte in "Der Krieg der Welten" auf zugleich realistische und ironische Weise die Zerstörbarkeit der irdischen Zivilisation. Rezension, Buchkritik
 

Herbert George Wells:
Der Krieg der Welten

 
 
Inhalt:
Weil die Marsianer aufgrund einer biologischen Umwälzung auf ihrem Planeten nicht länger existieren können, suchen sie neuen Lebensraum und überfallen deshalb mit ihren dreibeinigen Kampfmaschinen die Erde. Ohne auch nur den Versuch einer Verständigung mit den Menschen, vernichten sie die irdische Zivilisation und rotten die Menschheit nahezu aus ... Inhaltsangabe, Handlung

Originaltitel: The War of the Worlds, 1898

Der Krieg der Welten, 1901
Übersetzung: Gottlieb August Crüwell

Der Krieg der Welten, 1974
Übersetzung: Claudia Schmölders
Diogenes Verlag, Zürich 1974
ISBN: 3-257-20171-0, 175 Seiten

   



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Herbert George Wells: Der Krieg der Welten

Inhaltsangabe:

Weil die hochintelligenten Marsbewohner mit ihren riesigen Köpfen auf unscheinbaren Körpern ("sie waren Köpfe, nichts als Köpfe") aufgrund einer biologischen Umwälzung nicht länger auf ihrem Planeten existieren können, suchen sie neuen Lebensraum und wählen dafür die wasser- und rohstoffreiche Erde aus. Mit ihren dreibeinigen Kampfmaschinen überfallen die Marsianer das Vereinigte Königreich. Unbarmherzig und ohne auch nur zu versuchen, sich mit den Menschen zu verständigen, zerstören sie die irdische Zivilisation. Das Militär ist den emotionslosen Marsianern hoffnungslos unterlegen. Es sieht so aus, als würden die Außerirdischen die Menschheit ausrotten – bis sie selbst den Mikroben auf der Erde zum Opfer fallen, weil ihr Immunsystem keine Abwehrstoffe dagegen entwickelt hat.

In Kellerlöchern versteckt, gelingt es einigen wenigen Menschen, den "Krieg der Welten" zu überstehen. Einer von ihnen, ein englischer Schriftsteller, hält die furchtbaren Vorgänge sechs Jahre später schriftlich fest.


Buchbesprechung:

Herbert George Wells führte Phänomene wie die Unsichtbarkeit von Menschen ("Der Unsichtbare", 1897), Zeitreisen ("Die Zeitmaschine", 1895), und Außerirdische in die Literatur ein. Damit prägte er die Science-Fiction-Literatur wie kein Zweiter.

Der englische Schriftsteller stand der Selbstzufriedenheit der viktorianischen Gesellschaft über die erreichten und noch erzielbaren Fortschritte skeptisch gegenüber und veranschaulichte in "Der Krieg der Welten" auf zugleich realistische und ironische Weise die Zerstörbarkeit der irdischen Zivilisation. Zugleich führte er seinen Landsleuten vor Augen, wie sich wohl Eingeborene gefühlt haben müssen, wenn sie von Europäern mit Feuerwaffen überfallen wurden. "Krieg der Welten" ist also nicht zuletzt eine böse Satire auf Kolonialismus und Imperialismus. Am Ende wird das stolze britische Empire ausgerechnet von einer besonders primitiven Lebensform gerettet.

Inhaltsangabe


Bücher von Dieter Wunderlich


Orson Welles: Der Krieg der Welten (Hörspiel, 1938)

Mit einer von Howard Koch geschriebenen und von Orson Welles inszenierten einstündigen Hörspielfassung von "Der Krieg der Welten" in Form einer fiktiven Radioreportage löste die American Broadcasting Corporation am 30. Oktober 1938 (Halloween) in New York und New Jersey unabsichtlich eine Massenpanik aus, weil die Hörerinnen und Hörer ungeachtet eines entsprechenden Hinweises zu Beginn der Sendung glaubten, es handele sich um authentische Reportagen über die Invasion feindlicher Außerirdischer in Grover's Mill, New Jersey. (Das Hörspiel gibt es als CD: Der Hörverlag, München 2005, 14.95 €.)

Joseph Sargent: Die Nacht als die Marsmenschen Amerika angriffen

Über die Wirkung des Hörspiels drehte Joseph Sargent den Film "Die Nacht als die Marsmenschen Amerika angriffen".

Originaltitel: The Night That Panicked America – Regie: Joseph Sargent – Drehbuch: Nicholas Meyer, nach dem Theaterstück "Invasion from Mars" von Howard Koch – Kamera: Jules Brenner – Schnitt: Bud S. Isaacs, George J. Nicholson, Tony Radecki – Musik: Frank Comstock – Darsteller: Vic Morrow, Cliff De Young, Michael Constantine, Walter McGinn, Eileen Brennan, Meredith Baxter, Tom Bosley, Will Geer, Paul Shenar, John Ritter, Granville Van Dusen, Burton Gilliam, Joshua Bryant, Liam Dunn, Shelley Morrison u.a. – 1975; 90 Minuten

Byron Haskin: Kampf der Welten (Film, 1953)

1953 kam die erste Verfilmung des Romans "Der Krieg der Welten" ins Kino. Für die Special Effects gab es 1954 einen "Oscar".

Kampf der Welten – Originaltitel: The War of the Worlds – Regie: Byron Haskin – Drehbuch: Barré Lyndon, nach dem Roman "Der Krieg der Welten" von H. G. Wells – Kamera: George Barnes – Schnitt: Everett Douglas – Musik: Leith Stevens – Darsteller: Gene Barry, Ann Robinson, Les Tremayne, Bob Cornthwaite u. a. – 1953; 85 Minunten

Tim Burton: Mars Attacks! (Film, 1996)

Tim Burton machte sich unter dem Titel "Mars Attacks!" über das Thema lustig.

Originaltitel: Mars Attacks! – Regie: Tim Burton – Drehbuch: Jonathan Gems – Kamera: Peter Suschitzky – Schnitt: Chris Lebenzon – Musik: Danny Elfman – Darsteller: Jack Nicholson, Glenn Close, Annette Bening, Pierce Brosnan, Danny DeVito, Martin Short, Sarah Jessica Parker, Michael J. Fox, Rod Steiger, Tom Jones, Jim Brown, Lukas Haas, Natalie Portman, Pam Grier u.a. – 1996; 105 Minuten

Roland Emmerich: Independence Day (Film, 1996):

Auch Roland Emmerich orientierte sich in seinem Katastrophenfilm "Independence Day" an "Der Krieg der Welten" von Herbert George Wells. Nur sind es bei ihm keine Bakterien, sondern Computerviren, denen die Aliens nicht gewachsen sind.

Originaltitel: Independence Day – Regie: Roland Emmerich – Drehbuch: Dean Devlin und Roland Emmerich – Kamera: Karl Walter Lindenlaub – Schnitt: David Brenner – Musik: David Arnold – Darsteller: Bill Pullman, Mary McDonnell, Jeff Goldblum, Judd Hirsch, Margaret Colin, Will Smith, Vivica A. Fox u.a. – 1996; 150 Minuten

Timothy Hines: Der Krieg der Welten (Film, 2005)

Timothy Hines arbeitete an einer werkgetreuen Filmadaptation des Romans "Der Krieg der Welten" von Herbert George Wells, als die USA am 11. September 2001 von Islamisten angegriffen wurden. Wegen des Terroranschlags wurden die Dreharbeiten bis 2004 unterbrochen und erst im Frühjahr 2005 abgeschlossen. Den Film gibt es nur auf DVD.

Originaltitel: The War of the Worlds – Regie: Timothy Hines – Drehbuch: Timothy Hines und Susan Goforth, nach dem Roman "Der Krieg der Welten" von H. G. Wells – Kamera: Timothy Hines – Schnitt: Timothy Hines – Musik: Jamie Hall – Darsteller: Anthony Piana, Jack Clay, James Lathrop, Darlene Sellers, John Kaufmann, Jamie Lynn Sease, Susan Goforth, W. Bernard Bauman u.a. – 2005; 180 Minuten

Steven Spielberg: Krieg der Welten (Film, 2005)

Unter dem Titel "War of the Worlds" ("Krieg der Welten") drehte Steven Spielberg im Winter 2004/05 in zweiundsiebzig Tagen eine spektakuläre, 138 Millionen Dollar teure Filmversion: "Krieg der Welten".

Inhaltsangabe und Rezension: © Dieter Wunderlich 2004 / 2009

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